Chorleitung

Quirin Hummel

Dr. rer. nat. | Chorleitung Novacappella

Quirin Hummel, Jahrgang 1983, vereint als neuer Leiter von Novacappella eine tiefe, genreübergreifende Leidenschaft für Musik mit einer ungewöhnlich breiten musikalischen Vita und der Klarheit eines analytischen Blicks. Die Basis für sein musikalisches Fundament legte eine neunjährige klassische Klavierausbildung sowie die frühe Entdeckung des Chorgesangs am Burkhart-Gymnasium Mallersdorf-Pfaffenberg. Schon damals schärfte er im kleinen Vokalensemble sowie durch die Mitgründung eines Männeroktetts und des außerschulischen Ensembles „Marcanto“ sein Gespür für die Feinheiten der kammermusikalischen Abstimmung.

Parallel zu seinem Physikstudium und der anschließenden Promotion baute er seine Expertise kontinuierlich aus. Er erlernte autodidaktisch das Gitarrenspiel, vertiefte sich in die Jazzharmonielehre und sammelte unter anderem als Mitglied der Reggaeband „Medassi“ umfangreiche Bühnenerfahrung in ganz Deutschland. Hier prägte er vor allem sein Profil in den Bereichen Rhythmik, Mikro-Timing, Songwriting und Improvisation. Eine weitere Facette kam durch den Irish Traditional Folk hinzu, den er als Multiinstrumentalist und Sänger in kleinerer Formation bei diversen Engagements präsentierte.

Trotz dieser Reisen durch verschiedene Stilrichtungen verlor er die Liebe zur klassischen Musik nie aus den Augen. Die Rückkehr zur intensiven Chormusik erfolgte 2017 mit seinem Eintritt als Bassstimme bei Novacappella. Das breite Repertoire des Ensembles – von der Renaissance und Romantik bis hin zu Jazz-Arrangements und modern gesetzter Chormusik – faszinierte ihn von Beginn an und bildet nun die Grundlage für die künstlerischen Impulse, die er ab der Saison 2026 setzen wird.

Aus dieser Symbiose von analytischem Denken, rhythmischer Sicherheit und der Erfahrung in unterschiedlichsten Klangwelten schöpft er seine heutige Expertise und leidenschaftliche Arbeitsweise. Er setzt auf eine methodisch präzise Probenarbeit, die ein geschultes Gehör für Akustik mit der schöpferischen Freiheit verbindet, Musik in ihrer gesamten stilistischen Vielfalt lebendig und – für Chor und Publikum – erfahrbar werden zu lassen.